Der Beitrag Deutschlands zur Umsetzung der UNCCD

Als UNCCD-Vertragsstaat hat sich die Bundesregierung dazu verpflichtet, die Konvention und damit auch die Desertifikationsbekämpfung nach Kräften zu unterstützen (-> Entwicklungspolitische Bedeutung). Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat innerhalb der Bundesregierung die Federführung für die Umsetzung der Konvention übernommen; das BMZ ist somit auch zuständig, die Kooperation und den Dialog mit dem in Bonn ansässigen UNCCD-Sekretariat zu pflegen.

Zurzeit beträgt der Regulärbeitrag Deutschlands zur Konvention ca. 9% des Gesamtbudgets. Für das Jahr 2007 entspricht dies einem Betrag von ca. 600.000 Euro. Alle zwei Jahre wird das Budget auf der COP neu verhandelt.

Neben dem finanziellen Beitrag der Bundesregierung zur Konvention unterstützt Deutschland das UNCCD-Sekretariat in vielfältiger Weise. So leistet sie zum Beispiel einen freiwilligen Beitrag von rund 500.000 Euro pro Jahr für allgemeine Aufgaben des Sekretariats. Darüber hinaus beteiligt sich das BMZ an der Ausrichtung von Konferenzen des Sekretariates mit einem weiteren jährlichen Beitrag von rund 500.000 Euro (Bonn-Fonds). Das CCD-Projekt, das extra zur Unterstützung der Umsetzung der UNCCD eingerichtet wurde, sowie weitere Projekte der GTZ (in der Zentrale in Deutschland und im Ausland) unterstützen das Sekretariat bei organisatorischen und strategischen Fragen, unter anderem beim regionalen Informationsaustausch, bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie bei der jährlichen Ausrichtung des "Internationalen Tages zur Bekämpfung der Desertifikation" (17. Juni).
Die Bundesregierung ist auch ein wichtiger Partner in der multilateralen Zusammenarbeit. Sie trägt zu 11,5% zum GEF-Budget bei (220 Mio. Euro) und ist damit der drittgrößte Geber innerhalb der GEF.